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Jahreshauptversammlung am 26.01.1980

 

Vorstand 1980:

1. Vorsitzende :           Erika Abel

2. Vorsitzender :          Klaus Köchel

Schriftführerin :           Irmgard Schlüter

Kassiererin :                Edith König

 

Die erste Veranstaltung im Jahre 1980 fand am

 

15.03.1980 statt. Es war ein Film- und Diaabend in der Gaststätte Tiemann. Es machte großen Spaß, noch einmal an die Berlin- Fahrten, die vielen Feste und Wanderungen aus vergangenen Jahren erinnert zu werden.

 

 

Am Sonntag, dem 27.04.1980 hatte der Chor gleich zwei Konzerte zu bestreiten. Frühmorgens fuhr er mit dem Bus nach Solingen, wo anläßlich des deutschen Sängertages ein Konzert der Meisterchöre stattfand. Gesungen wurden dort „Lieder aus der Matragegend“ von Kodaly.

Das mitgenommene Mittagessen wurde im Bus verzehrt, da der Chor schon um 16.00 Uhr wieder in Gütersloh sein mußte, wo vom Sängerkreis Ravensberg um 17.00 Uhr ein Konzert in der Stadthalle stattfand. Der Beitrag der Leineweber war „Talismane“ von Robert Schumann. Trotz intensiver vorheriger Proben gelang dem Chor der Vortrag nicht so, wie er es sich wohl gewünscht hatte.

Anschließend wurde man von der Familie Stehr in ihre Wohnung eingeladen, wo man reichlich mit Getränken versorgt wurde.

 

Am 01.05.1980 wurde die traditionelle Mai-Wanderung gemacht. Eine große Leineweber-Schar hatte sich an der Schönen Aussicht eingefunden. Man wanderte bei strahlendem Sonnenschein über den Kamm des Teutoburger Waldes zu der Gaststätte Deppe in Lämershagen. Hier gab es ein leckeres Mittagessen. Danach ging es durch die Senne zum Cafe Landwehr, wo ausreichend Kaffee, Tee und andere geistigen Getränke serviert wurden. Die ganz unentwegten gingen dann zu Fuß zur Endstation Senne, während die anderen den Bus bevorzugten. Von dort ging es mit der Straßenbahn zurück nach Bielefeld.

 

Am 08.05.1980 stand dem Chor die wohl schwerste Aufgabe des Jahres bevor: Die Schallplattenaufnahme.

Hier besang der Chor eine Seite der Schallplatte mit weltlichen Liedern: Feuer, Feuer, - Ich fahr dahin, - Musikaklang, - Bilder aus der Matragegend und Schwefelhölzle.

Die andere Seite der Platte wurde mit geistlichen Chorwerken besungen: Nun schein du Glanz der Herrlichkeit, - Richte mich, Gott, - Talismane und Wie der Hirsch schreit nach frischem Wasser. Die Aufnahme verlief überraschend gut. Viel besser, als man erwartet hatte.

 

Am. 01.06.1980, dem Tag des Liedes, wurde zunächst einmal Frau Aenne Abel ein Ständchen gebracht, diegerade eine schwere Krankheit auskurierte.

Danach sang man wie eigentlich immer am Tag des Liedes im Botanischen Garten. In den Pausen des Chores spielte  wieder das Richard Lörcher Oktett  seine Bläsermusik. Leider konnten die Madrigale, Volks- und Sommerlieder nur wenige Besucher hören, da das Wetter sehr trüb war.

 

Am 22.06.1980 nullte die Chefin des Chores Erika Abel. Es war selbstverständlich für den Chor, ihr zu diesem Ehrentag musikalisch zu gratulieren.

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus!

 

Am 07.08.1980 begann Herr Haase mit den Proben der „Schneider-Lieder“ von Strohbach, die im Konzert am 14.Juni  1981 anläßlich des 35-jährigen Bestehens des Chores zum Vortrag kommen sollten. Man hätte zu dieser Zeit doch schon so gerne Weihnachtslieder gesungen, um die lästigen Sonderproben zu vermeiden, die dann später auch tatsächlich fällig waren.

 

Für den 28.09.1980 wurde der Chor vom Sängerkreis Ravensberg gebeten, die Feierstunde anläßlich der Ehrung verdienter Mitglieder des Sängerkreises in der Kunsthalle musikalisch zu umrahmen. Der Chor brachte „O Musika“ von Peurl und „Musika Klang“ von Bruch zum Vortrag.

 

Am 12.10.1980 machte der Chor eine Fahrt in die „Letter Heide“.

Der Vergnügungsausschuß war der Meinung, immer Bus fahren ist langweilig, nehmen wir doch einmal die Eisenbahn. Und so ging es am Sonntagmorgen mit dem Zug über Dortmund nach Lette, wo den Chor am Bahnhof schon zwei Planwagen erwarteten. Es war ziemlich kalt. Das Mittagessen auf einem Bauernhof schmeckte den Mitgliedern des Chores trotz der Kälte sehr gut und als man dann mit dem Planwagen wieder zurück nach Lette fuhr, kam sogar die Sonne zum Vorschein, so daß man nach dem Kaffeetrinken noch einen Spaziergang machen konnte. Am Abend ging es dann die gleiche Strecke wieder zurück nach Bielefeld.

 

Am 30.11.1980, dem 1. Advent, fand dann in der Altstädter Kirche um 16.00 Uhr die „Musik zur Weihnacht“ statt, die der Chor zusammen mit dem Blockflötenkreis des Ratsgymnasiums veranstaltete. Ein großes Publikum - die Kirche war noch nie so voll - lauschte einem Programm, das aus großen Chorwerken wie „Wie der Hirsch schreit nach frischem Wasser“, von Liesken, „Talismane“ von Schumann, „O Heiland reiß die Himmel auf“ von Brahms, „Fürchtet Euch nicht“ von Toppff und Weihnachtsliedern wie „Unser lieben Frauen Traum“ von Reger, „Hosianna, dem Sohne Davids“, „Psallite“, „Du hast o Jesulein kein Bett“ von Liebhold, und den fünf europäischen Volksliedern von W. Jehn bestand. Die Zuhörer zeigten mit viel Beifall, daß sie von den Beiträgen des Chores und denen des Blockflötenkreises sehr begeistert waren.

 

Den Abschluß des Chorjahres bildete am 18.12.1980 die Weihnachtsfeier.

Wie immer war der Raum mit Tannengrün und Kerzen geschmückt, sogar einen Weihnachtbaum gab es. Man verbrachte einige gemütliche Stunden zusammen, sang altbekannte Weihnachtslieder und lauschte Geschichten und Gedichten und dem Klavierspiel von Herrn Haase und Susanne Sievert. Es war ein wirklich schöner Jahresabschluß.

 

Am Sonntag, dem 21.12.1980, dem 4. Advent, sang der Chor noch einmal, wie in jedem Jahr, im Laurentius-Heim. Herr Haase hatte für dieses kleine Konzert extra drei Chorsätze von alten Weihnachtsliedern (O Tannenbaum - Stille Nacht - und O Du fröhliche) geschrieben, die von den alten Leuten mitgesungen werden konnten, was sie auch fleißig taten.

Die Sängerinnen und Sänger verließen das Heim in dem Bewußtsein, alten Menschen ein wenig Weihnachtsfreude gebracht zu haben.

 

 

Jahreshauptversammlung am 31.01.1981

 

Vorstand 1981:

 

1. Vorsitzende :           Erika Abel

2. Vorsitzender :          Klaus Köchel

Schriftführerin :           Irmgard Schlüter

Kassiererin :                Edith König

 

Das Jahr 1981 begann der Leineweberchor recht sportlich. Nach langer Zeit kegelte er wieder einmal am 28.02.1981 im Stadthotel.

 

Am 07.03.1981 mußte der Chor dann erstmals in diesem Jahr sein gesangliches Können unter Beweis stellen, fand doch in der Aula der Nordwestdeutschen Musikakademie in Detmold ein Konzert der Meisterchöre statt, bei dem der „Leineweberchor“ neben fünf anderen Meisterchören bestehen mußte. Die Vorträge „Feuer, Feuer“ von Morley, „Gott behüte Dich“ von Lechner, „Landsknechtsständchen“ von di Lasso, „Fließet dahin“ von Bennet und „Hans und Grete“ von Eccard wurden vom Publikum mit großem Beifall bedacht.

 

Wie schon im Jahre 1980 veranstaltete der Chor auch am21.03.1981 einen Film- und Diaabend in der Gaststätte Tödheide. Es machte großen Spaß, wieder alte Aufnahmen von den Reisen nach Norwegen, England, Berlin und von zahlreichen Festen und Ausflügen zu sehen.

 

Am 01.05.1981 wurde wieder der traditionelle Mai-Ausflug gemacht. In diesem Jahr ging es bei Sonnenschein auf dem Hinweg zum Quellental, wo ein gutes Mittagessen auf die Wanderer wartete. Auf dem Rückweg verließ den Chor die Sonne. Statt dessen bescherte ihnen Petrus Regen und Schnee.

 

Zum Tag des Liedes, am 31.05.1981 musizierte der Chor wieder im Botanischen Garten zusammen mit dem Richard Lörcher Oktett. Bei schönstem Sonnenschein machte das Singen der Volks- und Sommerlieder besonders viel Spaß.

 

Das wichtigste Konzert in diesem Jahr war das Jubiläumskonzert anläßlich des 35-jährigen Bestehens des Chores am 14.06.1981 in der Aula des Cecilien-Gymnasiums.

 

Neben Madrigalen von Morley, Lechner, Bennet und Eccard, vierstimmigen Gesängen von Haydn, drei Volksliedsätzen von Brahms, den „Bildern aus der Matragegend“ von Kodaly stand im Mittelpunkt des Konzertes als Erstaufführung die „Schneider Romanzen“ von Siegfried Strohbach, die dem Chor auch recht gut gelangen zumal er auch an Dietmar Joseph einen ausgezeichneten Begleiter hatte. Alle Gesänge des Chores und auch die Klavier-Vorträge von Dietmar Joseph wurden vom leider nicht sehr zahlreich erschienenen Publikum mit großem Beifall bedacht.

 

Am 07.11.1981 feierte der Chor dann im Kreuzkrug seinen 35. Geburtstag.

Nach einem sehr guten Essen und zahlreichen Ehrungen wurde getanzt bis weit nach Mitternacht.

 

Ein Ereignis ganz besonderer Art konnte der Chor in diesem Jahr verzeichnen.

 

Für die „Musik zum Advent“ am 29.11.1981, dem 1. Advent in der Altstädter Kirche benötigte Herr Haase keine Sonderprobe. Das Konzert war wie immer gut besucht. Außer „Fürchtet Euch nicht“ von Toppff, „Uns ist ein Kind geboren“ von Liebhold, zwei Liedkantaten von Fegers, zusammen mit den „Ave Maria zart“ und „Gloria in exelsis Deo“, „Lobt Gott, Ihr Christen allegleich" von Schröter und „Es ist ein Ros entsprungen“ von Praetorius sang der Chor noch sechs europäische Weihnachtslieder von Jehn. Auch die Zuhörer wurden wieder mit in das Konzert einbezogen. Im Wechsel sang der Chor „Ich steh an deiner Krippen hier“ und „Macht hoch die Tür“ mit dem Publikum.

 

Am letzten Sonntag vor Weihnachten, dem 20.12.1981, sang der Chor wieder im Laurentius-Altenheim, um den alten Menschen wieder etwas Freude zu bringen.

 

Der letzte Chorabend war wie immer einer Chor-Weihnachtsfeier vorbehalten.

 

Am 18.12.1981 verlebte der Chor bei Kerzenschein, selbstgebackenen Plätzchen, Blockflöten-Vorträgen, Gedichten und Weihnachtsgeschichten einige fröhliche Stunden.

 

Ein Ereignis hat die Mitglieder des Chores wohl sehr bedrückt. Am 19.März verstarb der Sangesbruder Jochen Vogt, und am 24.März begleitete der Chor ihn zur letzten Ruhe.

 

Am 28.12.1981 brachte der Chor Lotti und Kurt Paepenmöller ein zünftiges Ständchen zu ihrer Silberhochzeit.

 

Im Jahre 1981 traten 5 neue Sängerinnen und Sänger dem Chor bei, so daß man am Ende des Jahres 58 aktive Mitglieder hatte.

 

 

Jahreshauptversammlung am 13.02.1982

 

Vorstand 1982:

 

1. Vorsitzende :           Erika Abel

2. Vorsitzender :          Klaus Köchel

Schriftführerin :           Irmgard Schlüter

Kassiererin :                Edith König

 

Im Jahre 1982 brachte der Chor das erste Ständchen seinem erkrankten Chormitglied Magdalena Kozak, die an ihrem Geburtstag, dem 26. Januar im Krankenhaus lag.

 

Da in diesem Jahr nur ein Konzert vorgesehen war, nämlich das Weihnachtskonzert, konnte man sich auf die Übungsabende während des ganzen Jahres voll auf dieses Konzert und auf die im Jahre 1983 anstehenden schweren Aufgaben konzentrieren.

 

Am 01.05.1982, dem Tagder Mai-Wanderung, meinte es Petrus gar nicht gut. Aber trotz des schlechten Wetters hatten sich ca. 20 Leineweber bei „Peter Auf´ m Berge“ eingefunden, um bis zum Bergfrieden zu wandern. Ganz unentwegte machten sogar noch einen Umweg, auf dem sie so steile Abhänge zu bewältigen hatten, daß fast ein Abseilen erforderlich gewesen wäre. Im Bergfrieden wurde der Chor dann mit einem sehr guten Mittagessen belohnt. Auf dem Rückweg regnete es immer noch, so daß alle froh waren, als sie das schützende Dach ihres Autos erreichten.

 

 

Am 20.05.1982 mußte der Chor gleich zwei Ständchen bringen.

Zuerst sang man zum Geburtstag von Edith Bunte, fuhr anschließend  nach Heepen, wo Elisabeth und Gerd Homann ihre Silberhochzeit feierten. Beide male dirigierte der Vize-Vize Dirigent Klaus Köchel, welches allen viel Spaß bereitete und ganz gut klappte.

 

Den Tag des Liedes hatte man auf den 23.05.1982 vorverlegt. Er verlief in gewohnter Weise: zusammen mit dem Richard Lörcher Oktett musizierte man im Botanischen Garten, nachdem man sich vorher bei Frau Änne Abel eingesungen und ihr gleichzeitig damit ein Ständchen gebracht hatte.

Dies sollte das letzte Mal gewesen sein, daß der Chor ihr mit dem Singen eine Freude bereiten konnte, denn am 02.Juli starb die bei allen sehr beliebte Frau. Es war selbstverständlich, daß der Chor sie auf ihrem letzten Weg am 06.Juli begleitete und mit zwei Chorsätzen zur Gestaltung der Trauerfeier beitrug.

 

Am 11.07.1982 machte der Chor eine große Weserfahrt. Man fuhr mit dem Bus bei strahlendem Sonnenschein bis Beverungen, dann weiter mit dem Schiff nach Karlshafen. Dann begannen die Strapazen. Bei glühender Hitze zog man mittags um 12 Uhr los. Nach dem Besteigen eines ziemlich steilen Berges fand man auf der Anhöhe ein wunderbar schattiges Plätzchen, wo man das mitgenommene Mittagessen einnahm. Nachdem man sich lange Zeit ausgeruht und auch gesungen hatte, ging es weiter durch Wälder und Felder an der Weser entlang nach Beverungen. Von dort aus trat man mit dem Bus die Heimreise an.

 

Am 23.07.1982 sang der Chor in der Kirche zu Kirch Dornberg zur Trauung von Renate Ritter, die nun Neumann heißt, nachdem man am 21.07.1982 im Waldfriedennoch kräftig gepoltert hatte.

 

Nach den großen Ferien begann dann die intensive Probearbeit für das Weihnachtkonzert. Alle Sängerinnen und Sänger waren begeistert, denn Herr Haase hatte ein sehr schönes Programm, zum Teil alte Lieder, zusammengestellt. Doch dann kam die große Schreckensnachricht.

Am Sonntag hatte Herr Haase noch die Probe geleitet, und am Freitag darauf mußte er schon ins Krankenhaus, um operiert zu werden. Aus der Traum vom schönen Weihnachtskonzert. Die Proben wurden in den nächsten Wochen von Günther Landwehr geleitet, da man ja am 4. Advent wieder im Laurentiusheim Singen wollte, um den alten Menschen etwas Weihnachtsfreude zu bringen.

 

Vorher fuhr der Chor jedoch noch am 1. Advent, dem Tag, an dem eigentlich die Musik zum Advent stattfinden sollte, zu Herr Haase nach Bad Oeynhausen, um dort unter Günther Landwehrs Leitung ein kleines Weihnachtskonzert zu veranstalten.

 

Wie in all den vergangenen Jahren saß der Chor auch in diesem Jahr am letzten Donnerstag vor Weihnachten, dem 15. Dezember wieder gemütlich zusammen, um in einer Weihnachtsfeier, an der auch einige passive Mitglieder teilnahmen, das Jahr ausklingen zu lassen. Zur großen Freude der Mitglieder des Chores konnte man auch Herrn Haase begrüßen, der mit dem Chor gemeinsam den inzwischen recht groß gewordenen Flötenchor und schönen Weihnachtsgeschichten lauschen konnte.

 

Als alle Chormitglieder glaubten, das Chorjahr wäre wohl abgeschlossen, erhielt man am Heiligen Abend noch die traurige Nachricht, daß das Chormitglied Ingrid Lückemann am 23. Dezember nach langer Krankheit gestorben ist. Trotz der Weihnachtsfeiertage gelang es, einen Chor zusammenzustellen, der bei der Trauerfeier am 28. Dezember zwei Choräle von Bach sang.

Dieses war wirklich kein schöner Jahresabschluß.

 

1982 haben 10 Mitglieder den Chor verlassen. Vier neue Sängerinnen und Sänger sind dazugekommen, so daß man am Ende des Jahres einen Bestand von 52 aktiven Mitgliedern aufweisen konnte.

 

 

Jahreshauptversammlung am 23.01.1983

 

Vorstand 1983:

 

1. Vorsitzende :           Erika Abel

2. Vorsitzender :          Klaus Köchel

Schriftführerin :           Irmgard Schlüter

Kassiererin :                Edith König

 

Das erste Halbjahr dieses Jahres stand ganz im Zeichen zweier großer Ereignisse: Des Leistungssingens am 05.06.1983 und der Fahrt nach Hamburg am 17. und 18.06.1983, wo man anläßlich des deutschen Sängerbundtages ein Stundenkonzert geben wollte.

 

Herr Haase hatte als Wahlchor für das Meisterchorsingen die „Nachtmusikanten“ von Kurt Hessenberg ausgewählt, der dem Chor sehr viel Schwierigkeiten bereitete. Mit dem Volkslied „Es dunkelt schon in der Heide“ von Willi Träder hatte man dagegen weniger Mühe. Ende März bekam der Chor dann seinen Aufgabechor, das „Gebet der Maus“ von Radermacher zugeschickt.

Man hatte den Chor in den vergangenen Jahren vor schwerere Probleme gestellt, so daß er diese Aufgabe verhältnismäßig leicht meisterte.

 

Diese harte Probearbeit in den ersten Monaten wurde unterbrochen von dem 1. Mai-Ausflug, der eine große Leineweber-Schar mit ihren Familien  und Freunden von der Senner Endstation zu der Gaststätte Deppe in Lämershagen führte, wo man gemeinsam sein Mittagessen einnahm.

Wenn man auch auf dem Rückweg fünf Wanderer verloren hatte, an der Gaststätte zum Eisernen Anton fand sich alles wieder zusammen. Es wurde noch ein schöner Tag, fast ohne Regen.

 

Nun hatte der Chor nur noch gut 4 Wochen Zeit zur Vorbereitung für das Meisterchorsingen.

 

Um viele Sonderproben zu vermeiden, verbrachte man am Sonntag, dem 29.05.1983 den ganzen Tag im „Trainingslager“ im Clubhaus des Gadderbaumer Turnvereines.

Da an diesem Tag auch der Tag des Liedes war, ging man gegen 11 Uhr in den Botanischen Garten, um dort traditionsgemäß mit dem Richard Lörcher Oktett zu musizieren.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen wurde dann noch einige Stunden intensiv geprobt. Der Tag hatte den Chor ein großes Stück weitergebracht, trotz der kurzen Probe für das Singen im Botanischen Garten, und man konnte nun dem Meisterchorsingen gelassen entgegensehen.

 

Am 05.06.1983 fuhren die Mitglieder des Leineweberchores dann auch froh und munter mit dem Bus nach Solingen. Da der Auftritt erst gegen 16.30 Uhr war, hatte man dort noch viel Zeit zum Proben. Man fand im Clubhaus des Solinger Turnerbundes einen vortrefflichen Übungsraum und fuhr, nachdem man sich noch mit Kaffee gestärkt hatte, zum Theater und Konzerthaus.

Nach den Liedvorträgen hatten alle das Gefühl, gut gesungen zu haben und erwarteten nun das Stundenlied. Man bekam das Lied „Schließe mir die Augen beide“ von Franz Möckl, das keine großen Schwierigkeiten bereitete. War es nun das lange Warten oder die vorgerückte Stunde? Der Vortrag des Stundenliedes war nicht ganz so gut wie bei der Probe. Endlich wurde dann die Benotung der einzelnen Chöre bekannt gegeben. Der Leineweberchor war sehr erfreut über die guten Zensuren, die er bekam.

Für das Volkslied und den Aufgabechor die Note „Sehr gut“ und für den Wahlchor und das Stundenlied „Sehr gut-“. Es war das zweitbeste Ergebnis an diesem Tage.

Erst nach Mitternacht kam man wieder in Bielefeld an und alle waren froh und glücklich, den Titel „Meisterchor“ zum dritten Mal für 5 Jahre errungen zu haben.

 

Nun blieben dem Chor noch zwei Proben für das Konzert in Hamburg. Auf dem Programm standen die „Nachtmusikanten“ und drei Lieder von Heinrich Poos: „Annerle, wo warst du?“, „Sing mir, O Nachtigall“ und „Wenn ich durch die Berge meiner Heimat fahre“. Der Chor hatte diese Lieder natürlich in den vorausgegangenen Monaten schon mitgeprobt und alle waren der Meinung, sie saßen. Aber oh Schreck, es klappte jetzt auf einmal überhaupt nichts mehr. Als man am letzten Donnerstag vor der Abfahrt die Proben verließ, hatte jeder das Gefühl, das Konzert in Hamburg wird ein Reinfall. Aber trotzdem fuhr der Chor am nächsten Morgen in bester Stimmung los, wo er so pünktlich ankam, daß er vor dem Mittagessen im Kegel-Sport-Centrum noch eine Probe einlegen konnte. Und siehe da, es klappte und man hatte guten Grund, sich das vortreffliche Mittagessen schmecken zu lassen.

Um 14.30 Uhr fuhr der Bus dann zu den Quartieren, die teils im Hotel und teils privat eingenommen waren. Nach kurzem Aufenthalt ging es wieder zurück nach Hamburg und der Rest des Tages stand zur freien Verfügung. Viele Chormitglieder nutzten die Gelegenheit, Konzerte zu besuchen, um den Gesang guter in- und ausländischer Chöre zu erleben. Die Rückfahrt zu den Quartieren war für 22.30 Uhr angesetzt.

Am nächsten Morgen ging es, nachdem der Busfahrer die sehr verstreut wohnenden Chormitglieder eingesammelt hatte, wieder in die Stadt zum Kegel-Sport-Centrum, wo noch einmal geprobt wurde. Dann wurde der Chor zur Musikhalle gebracht, wo er im kleinen Saal, der eine sehr gute Akustik hatte, sich noch eine gute halbe Stunde einsang. Um 12 Uhr begann das Konzert. Obwohl der Zeitpunkt nicht sehr günstig war, hatte sich der Saal bis auf den letzten Platz gefüllt. Vor den Leinewebern sang noch ein gemischter Chor und ein Männerchor.

Um 12.40 Uhr betrat der Leineweberchor das Podium.

 

Zitat aus der Chronik des Chores:

Wir haben selten so gut gesungen wie in diesem Konzert und wurden mit einem sehr starken Beifall belohnt.

Zitat Ende.

 

Danach konnte man sich das wohlverdiente Mittagessen im Kegel-Sport-Centrum gut schmecken lassen. Die letzten Stunden in Hamburg wurden von den Chormitgliedern zu einem Konzertbesuch oder zu einem Bummel durch die Stadt genutzt. Gegen 19 Uhr fuhr der Bus dann nach Bielefeld zurück, wo man gegen 22 Uhr, begeistert von den Eindrücken der beiden letzten Tage, ankam.

 

Kurz nach den Sommerferien begannen dann die Proben für die Musik zum Advent.

Da das Konzert 1982 leider ausfallen mußte, hatte man das gleiche Programm für dieses Jahr übernommen. Viel war aber von dem im vorigen Jahr einstudierten nicht mehr hängen geblieben, also gab es wieder anstrengende Proben. Da den Leinewebern das „Trainingslager“ im Mai so gut gefallen hatte, wiederholte man es am Buß und Bettag.

Man kam an diesem Tag ein ordentliches Stück weiter. Es war auch nicht so anstrengend, da zwischendurch immer wieder Entspannungsübungen gemacht wurden.

 

Am 12.11.1983 hatte man noch eine kleine Pflichtübung zu erledigen. Der Chor mußte zur Schallplattenaufnahme für die Platte „Bielefeld - musikalisches Porträt einer Stadt“. Außer den Leinewebern waren noch zahlreiche andere Bielefelder Chöre und Musikgruppen beteiligt. Die Leineweber sangen das Lied „Es dunkelt schon in der Heide“. Die Platte, deren Qualität den Leinewebern gar nicht zusagte, bekam der Chor kurz vor Weihnachten.

 

Am 29.11.1983, dem 1. Advent, fand dann das Weihnachtskonzert statt. Gesungen wurde nach langer Zeit wieder einmal in der Jodokuskirche, die voll besetzt war. Man sang viele aus früheren Jahren bekannte Lieder wie:

Nun schein, du Glanz der Herrlichkeit, Übers Gebirg Maria geht, Machet die Tore weit, Jubilate Deo, Exultate Deo, Virga Jesse floruit, Hodie Christus natus est, zwei Lieder im Satz von Herrn Haase ( O Bethlehem, du kleine Stadt und Zu Bethlehem geboren ) und viele andere. Neu im Programm waren „Wir harren Christ in dunkler Zeit“, „Es ist für uns eine Zeit angekommen“ und „Freu dich Erd und Sternenzelt“.

Zusammen mit den Zuhörern sang der Chor dann „O Heiland, reiß die Himmel auf“ und „Macht hoch die Tür“. Zwischen den Liedvorträgen des Chores spielte Herr Grohmann Orgelwerke von Buxtehude, Bach, Jochum und Seger.

 

Am 4. Advent war der Chor wieder zu Gast im Laurentiusheim.

 

Den Abschluß des Leineweberchor - Jahres bildete die Weihnachtsfeier am Donnerstag, dem 22.12.1983 im Clubraum des Gadderbaumer Turnvereins. Der Saal war wie immer weihnachtlich geschmückt und bei Kaffee und Platenkuchen gab es den Flötenchor und einige schöne Weihnachtsgeschichten zu hören.

 

Zitat aus der Chronik des Chores:

Ein schönes und erfolgreiches Jahr 1983 liegt hinter uns, und wir alle wissen, daß uns auch das Jahr 1984 wieder vor einige schwierige Aufgaben stellen wird. Aber wenn sich alle Chormitglieder so einsetzen, wie im letzten Jahr, dann werden wir auch diese Aufgaben meistern.

Ende des Zitats.

 

 

Jahreshauptversammlung am 14.01.1984

 

Vorstand 1984:

 

1. Vorsitzende :           Erika Abel

2. Vorsitzender :        &n